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    Foto: Ilja Mess
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    • Schauspiel

    Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden

    Sibylle Berg
    TAK Theater Liechtenstein
    Ein sprachgewaltiger Text voller Haltung und Humor von einer der wichtigsten Autorinnen unserer Zeit.

    Eine Frau wartet auf den Tod. Im Krankenhaus liegend blickt sie auf sich, ihr Leben und das was es einst, als sie jung war, an Versprechen bereitzuhalten schien: «Hier ist die Welt, geh hinaus und verändere sie!». Doch nun, im Angesicht des Todes, stellen sich nur wenig beeindruckende Erinnerungen ein.

    Enttäuschte Erwartungen und alltägliche Niederlagen analysierend zieht die Frau eine ernüchternde Bilanz eines Lebens im Neoliberalismus: Nicht sie hat die Welt verändert und gestaltet, sie hat sich eingefügt in die – überwiegend männlich geprägten – Wertvorstellungen der Welt und die Ansprüche anderer. Versprochen waren Liebe, Erotik, Exotik und Erfüllung – bekommen hat sie Kühlschränke, Immobilien, triste Reisen und die Abwesenheit von Liebe.

    Dieses Leben scheint vor allem eine grosse narzisstische Kränkung zu sein, auf die Spitze getrieben von der Zumutung, dass diese Welt, die doch nur in ihrem Blick existieren kann, nach ihrem Tod ungerührt weiterexistieren wird.

    Und so malt sich die Sterbende einen letzten Racheakt aus – ein Bombenattentat, um doch noch etwas zu verändern. Um einmal das Gefühl von Wirksamkeit zu haben. Sibylle Berg, die sich selbst als optimistische Pessimistin bezeichnet, hat ein sprachgewaltiges Stück voller Haltung und Humor geschrieben. Brillant rechnet sie ab mit den Doktrinen der Selbstoptimierung, dem Selbstbetrugs-Optimismus, Pauschalurlaubern, mit «den Alten», die den Planeten ruiniert haben und «den Jungen», für die die Alten nicht mehr als ein Kostenfaktor sind.

    Sibylle Berg lebt in Zürich als Schriftstellerin und Dramatikerin. Sie hat zahlreiche Romane und Theaterstücke verfasst, die zusammen mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt wurden und zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Dramatikerinnen/Autorinnen im deutschsprachigen Raum. Für ihren letzten Roman «GRM – Brainfuck» wurde Sibylle Berg unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie für ihr Werk den «Grand Prix Literatur», die höchste Auszeichnung, die die Schweiz für literarisches Schaffen vergibt.

    Regie
    Oliver Vorwerk

    Ausstattung
    Alexander Grüner

    Mit
    Julian Härtner
    Sylvana Schneider
    Nicole Spiekermann
    Christiani Wetter

    Stück des Jahres 2020
    Theater heute

    Pressestimmen

    «Für mich soll’s rote Rosen regnen» (…) dieses Schicksalslied der Hildegard Knef zieht sich wie ein roter Faden durch die Inszenierung von Oliver Vorwerk. Ein Lied voller Hoffnungen, Sehnsüchte, Wünsche an das Leben, in dem man alles will – oder nichts. Es war das perfekte Lied zu diesem starken Stück, in dem sich jeder im Publikum irgendwann ertappt fühlt, da die Autorin Sybille Berg wirklich alle berücksichtigt hat und das gut eingespielte Ensemble die Aspekte eines Frauenlebens mit sparsamen Mitteln und starken Erzählungen auf die Bühne bringt. (…) Das Publikum applaudierte heftig und rief «Bravo».
    Anita Grüneis / Liechtensteiner Vaterland

    «Eine gewitzte Inszenierung und grandiose Schauspielleistungen sorgten für ein jubelndes Publikum nach der Premiere der TAK-Eigenproduktion von Sybille Bergs Vier-Personen-Monolog «Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden». (…) mit einem abgebrochenen Satz und dem Nulllinienton des Beatmungsgeräts bleibt das Stück offen und wird die restliche Gedankenarbeit an das Publikum weitergereicht. Man sollte sich für die weiteren Vorstellungen am 30. Oktober und 13. November Karten reservieren.»
    Johannes Mattivi / Liechtensteiner Volksblatt

    Addendum

    Preis: CHF 45 | erm. 10 | Schulen CHF 10
    Dauer: 1 h 45 min
    Stück des Jahres 2020
    Theater heute

    Pressestimmen

    «Für mich soll’s rote Rosen regnen» (…) dieses Schicksalslied der Hildegard Knef zieht sich wie ein roter Faden durch die Inszenierung von Oliver Vorwerk. Ein Lied voller Hoffnungen, Sehnsüchte, Wünsche an das Leben, in dem man alles will – oder nichts. Es war das perfekte Lied zu diesem starken Stück, in dem sich jeder im Publikum irgendwann ertappt fühlt, da die Autorin Sybille Berg wirklich alle berücksichtigt hat und das gut eingespielte Ensemble die Aspekte eines Frauenlebens mit sparsamen Mitteln und starken Erzählungen auf die Bühne bringt. (…) Das Publikum applaudierte heftig und rief «Bravo».
    Anita Grüneis / Liechtensteiner Vaterland

    «Eine gewitzte Inszenierung und grandiose Schauspielleistungen sorgten für ein jubelndes Publikum nach der Premiere der TAK-Eigenproduktion von Sybille Bergs Vier-Personen-Monolog «Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden». (…) mit einem abgebrochenen Satz und dem Nulllinienton des Beatmungsgeräts bleibt das Stück offen und wird die restliche Gedankenarbeit an das Publikum weitergereicht. Man sollte sich für die weiteren Vorstellungen am 30. Oktober und 13. November Karten reservieren.»
    Johannes Mattivi / Liechtensteiner Volksblatt

    Addendum

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