• Schauspiel

Der Fremde

Albert Camus
TAK Theater Liechtenstein
Erzählte Philosophie und eines der Hauptwerke des Existenzialismus.

Meursault, ein junger Franzose von der algerischen Mittelmeerküste, scheint fremd in seinem eigenen Leben zu sein. Ohne innere Anteilnahme erfüllt er seinen Job, beerdigt seine verstorbene Mutter und geht mit Bekannten zum Feiern an den Strand. Dort eskaliert ein Streit der Franzosen mit algerischen Arabern. Später am Abend wird Meursault einen der Araber am Strand mit einem Revolver erschiessen. Er wird verhaftet.

Meursault gilt als ein gleichgültiger, teilnahmsloser Charakter, der sein Leben über sich ergehen lässt. Betrachtet der Mensch die Welt als von sich entfremdet und sein Schicksal, die Gesellschaft als ohnehin unveränderbar, sieht er Engagement als sinnlos an, so lässt er sein Leben einfach über sich ergehen.

Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation. Der Roman bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für den erst 29jährigen Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existenzialismus.

«Der Fremde» steht in engem Zusammenhang mit dem «Mythos von Sisyphos» und der Philosophie des Absurden bei Albert Camus. Was kann dem Menschen einen Sinn im Leben geben, wenn er es als absurd ansieht?

Regie 
Oliver Vorwerk

Mit 
Nico Ehrenteit
Julian Härtner
Christiani Wetter

«Eine poetische Provokation. Kein surrealer, nein, ein hyperrealer Schock. Derart blendend klar, gefühlsstark auf völlig unsentimentale Weise und zugleich jenseits aller moralischen, alltagslogischen Erklärungen hat im 20. Jahrhundert nur noch Franz Kafka geschrieben.»
Der Tagesspiegel
Preis: CHF 45, 40 | erm. 10
Freitag, 11.12.20
19.09 Uhr, TAK

Info: Einführung um 19.30 Uhr
    «Eine poetische Provokation. Kein surrealer, nein, ein hyperrealer Schock. Derart blendend klar, gefühlsstark auf völlig unsentimentale Weise und zugleich jenseits aller moralischen, alltagslogischen Erklärungen hat im 20. Jahrhundert nur noch Franz Kafka geschrieben.»
    Der Tagesspiegel
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