• Schauspiel

Cum-Ex-Papers

Eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen
Lichthoftheater Hamburg
Eine theatrale Aufarbeitung eines der grössten Steuerskandale der Jetzzeit.

Die Cum-Ex-Geschäfte sind, wie auch die Panama und die Paradise Papers, Beispiele für Steuer- und Wirtschaftsskandale der jüngeren Vergangenheit. Investoren und Banken bereichern sich auf Kosten des Sozialwesens und Geld akkumuliert bei denen, die schon viel haben. Die Steuertricks scheinen keine Einzelfälle zu sein, sondern sind entschlüsselte Symptome eines kranken Systems.


Die Aufklärung über die Machenschaften ist dank einiger investigativer Journalisten und Journalistinnen recht weit gediehen, jedoch versandet die rechtliche Verfolgung der internationalen Profiteure spätestens an den nationalen Grenzen. Neben der rechtlichen Aufarbeitung liegt auch das inhaltliche Verständnis dieser globalen Parallelgesellschaft brach. Wieso sind immer neue Modelle des Betrugs zu finden und warum liegt die Strafverfolgung in ihren Mitteln so weit hinter den Möglichkeiten der Investoren zurück?

Im Stile eines Wirtschaftsthrillers recherchiert das Projekt, um das System verständlich zu machen. Sie fragen, mit welchen Rechtfertigungen Steuergelder in Milliardenhöhe hinterzogen werden können. Ziel ist es, neue Perspektiven auf ein gesellschaftliches Phänomen zu gewinnen, welches einer ganz eigenen Narration zu folgen scheint. Ist das entfesselte Finanzwesen das Resultat eines postmodernen Hyperindivualismus, der sein «Anything goes» auf alle Lebensbereiche ausweitet und damit jede Verantwortung negiert?

Das Theaterteam um Regisseur Helge Schmidt hatte die seltene Gelegenheit, das Innenleben der Finanzwelt und des investigativen Journalismus dokumentieren zu dürfen. Die masslose Gier auf der einen und die Spannung rund um den Scoop auf der anderen Seite entwickeln einen enormen Sog: Wie Wall Street und Spotlight in einem.

Von und mit
Ruth Marie Kröger
Jonas Anders
Günter Schaupp

Recherche und Text
Franziska Bulban
Alexandra Rojkov

Regie
Helge Schmidt

Choreographie
Jonas Woltemate

Ausstattung
Lani Tran-Duc
Anika Marquardt

Video
Johanna Seitz

Musik
Frieder Hepting

Licht
Sönke C. Herm

Produktionsleitung
Zwei Eulen

Produktionsassistenz
Laura Uhlig

«Die Kunst macht das, was die Politik seit Jahren versäumt.»
Deutschlandfunk

Pressestimmen

«Seriös, skandalös, performativ, zynisch, unterhaltsam und entlarvend.» 

Katrin Ullmann auf nachtkritik.de zur Uraufführung

 

«Selten war Theater so nah am Puls der Zeit» 

NDR 90,3

 

«Die Kunst macht das, was die Politik seit Jahren versäumt» 

Deutschlandfunk

 

«Eine Theater-Sternstunde» 

Hamburger Abendblatt

 

«Cum-Ex-Papers macht nicht nur großen Spaß, sondern hinterlässt auch ein Gefühl: Wut» 

DIE ZEIT

Addendum

  • Ist das Thema nicht zu trocken für eine Theaterbühne? Und zu komplex? 

    Regisseur Helge Schmidt: Das war auch mein erster Reflex. Aber genau das ist das Problem: Weil Cum-Ex so kompliziert scheint, will man es wegpacken und sich bloss nicht damit beschäftigen. Dabei betrifft es jeden von uns. Wegen Cum-Ex gibt es weniger Kindergartenplätze. Wegen Cum-Ex fährt in manchen Dörfern der Bus seltener. Wegen Cum-Ex ist der Zahnersatz meiner Tochter teurer. Die Banker nehmen dem Staat Geld weg, das ihm an anderer Stelle fehlt. Aber Theater kann komplexe Themen spannend umsetzen. So sollte Demokratie funktionieren: Schwierige Themen sind nicht nur etwas für «die da oben». Ich hoffe, dass das Theaterstück auch Menschen interessiert, die den Wirtschaftsteil der Zeitung normalerweise schnell ins Altpapier werfen. Denn das sollte es.

    Mit Cum-Ex und vergleichbaren Aktiengeschäften hat eine Bande von Anwälten, Bankern und Investoren die europäischen Steuerzahler um mindestens 55,2 Milliarden Euro beraubt. Unter der Leitung des Recherchezentrums CORRECTIV hat ein Verbund von 19 Medien im Oktober 2018 den grössten Steuerraub Europas aufgedeckt.

    Die ganze Geschichte, Behind the Scenes-Berichte und exklusive Interviews finden Sie auf Cumex-files

Preis: CHF 45, 40 | erm. 10
Samstag, 27.03.21
19.09 Uhr, TAK

Info: Einführung um 19.30 Uhr
    «Die Kunst macht das, was die Politik seit Jahren versäumt.»
    Deutschlandfunk

    Pressestimmen

    «Seriös, skandalös, performativ, zynisch, unterhaltsam und entlarvend.» 

    Katrin Ullmann auf nachtkritik.de zur Uraufführung

     

    «Selten war Theater so nah am Puls der Zeit» 

    NDR 90,3

     

    «Die Kunst macht das, was die Politik seit Jahren versäumt» 

    Deutschlandfunk

     

    «Eine Theater-Sternstunde» 

    Hamburger Abendblatt

     

    «Cum-Ex-Papers macht nicht nur großen Spaß, sondern hinterlässt auch ein Gefühl: Wut» 

    DIE ZEIT

    Addendum

    • Ist das Thema nicht zu trocken für eine Theaterbühne? Und zu komplex? 

      Regisseur Helge Schmidt: Das war auch mein erster Reflex. Aber genau das ist das Problem: Weil Cum-Ex so kompliziert scheint, will man es wegpacken und sich bloss nicht damit beschäftigen. Dabei betrifft es jeden von uns. Wegen Cum-Ex gibt es weniger Kindergartenplätze. Wegen Cum-Ex fährt in manchen Dörfern der Bus seltener. Wegen Cum-Ex ist der Zahnersatz meiner Tochter teurer. Die Banker nehmen dem Staat Geld weg, das ihm an anderer Stelle fehlt. Aber Theater kann komplexe Themen spannend umsetzen. So sollte Demokratie funktionieren: Schwierige Themen sind nicht nur etwas für «die da oben». Ich hoffe, dass das Theaterstück auch Menschen interessiert, die den Wirtschaftsteil der Zeitung normalerweise schnell ins Altpapier werfen. Denn das sollte es.

      Mit Cum-Ex und vergleichbaren Aktiengeschäften hat eine Bande von Anwälten, Bankern und Investoren die europäischen Steuerzahler um mindestens 55,2 Milliarden Euro beraubt. Unter der Leitung des Recherchezentrums CORRECTIV hat ein Verbund von 19 Medien im Oktober 2018 den grössten Steuerraub Europas aufgedeckt.

      Die ganze Geschichte, Behind the Scenes-Berichte und exklusive Interviews finden Sie auf Cumex-files

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