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Foto: Kaloian Santos
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  • Tango nuevo
  • Argentinien

Astor Piazzolla und Eduardo Rovira: La Noche del Encuentro

Nuevo Tango
Sonico Quintett
Das Sonico Quintett bringt die beiden grossen Protagonisten des Nuevo Tango zusammen: Astor Piazzolla und Eduardo Rovira.

"Nach 20 Jahren der Auseinandersetzungen traten die beiden Giganten des Avantgarde-Tangos zum ersten Mal gemeinsam auf. Es war am vergangenen Dienstag, dem 8. März 1966, und an diesem Abend schrieben Astor Piazzolla und Eduardo Rovira eines der unvergesslichen Kapitel der Musikgeschichte von Buenos Aires. Dies ist für Sie die Chronik der Ereignisse dieser Nacht! 
La Noche del Encuentro - Tageszeitung El Mundo, 13.3.1966

Astor Piazzolla und Eduardo Rovira werden gewöhnlich als die beiden Pioniere der Tango-Avantgarde dargestellt, die nach neuen, innovativen Ausdrucksformen suchten, um ein neues Publikum anzusprechen. Das Schlüsseljahr für die Radikalisierung der Modernisierung des Tangos, von Piazzolla „Nuevo Tango“ und von Rovira „Tango Moderno“ genannt, war 1960. Der traditionelle Tango hatte sich dramatisch verändert, und die internationalen Chancen waren nicht vielversprechend. Beide Musiker hatten keine Engagements zu verlieren; künstlerisch konnten sie jedes Risiko eingehen, das ihnen gefiel, und so verbrachten sie die nächsten Jahre damit, einen neuen Tango auf dem Prestige des vorherigen aufzubauen. Diese Komponisten waren beide Intellektuelle, die entschlossen waren, weiter an der Schaffung eines Tangos zu arbeiten, den es noch nicht gab.

In dieser Zeit zeigte Piazzolla bereits seinen explosiven und überwältigenden Charakter, während Rovira ruhig und introvertiert war. Beide verteidigten unbeugsam ihre ästhetischen Ideale im Hinblick auf die Modernisierung des Tangos und entwickelten die gleichen Tangokonzepte, wobei Rovira sich eng an Piazzolla anlehnte. Keiner der beiden würde jemals zu den traditionellen Formen des Tangos zurückkehren.
Trotz ihrer parallelen Geschichte in der Tango-Avantgarde traten die beiden Bandoneonisten nur ein einziges Mal auf derselben Bühne auf, und zwar am 8. März 1966 in einem Lokal namens Gotàn. Obwohl sie sich nur einmal trafen, bewunderte Rovira Piazzolla und zeigte dies auch. Piazzolla respektierte Rovira, betrachtete ihn als einen wertvollen Erneuerer und bezog sich oft auf ihn in diesem Sinne. Beide produzierten ihre besten Werke in den 1960er Jahren, und das war die interessanteste Musik, die je in Argentinien produziert wurde!

SONICO holt das Tango-Konzert von Piazzolla und Rovira, diesen Schlüsselmoment, der die beiden Tango-Avantgardisten zum ersten und einzigen Mal zusammenführte, in die Gegenwart zurück! 
 

Das ursprünglich am 18.3. 2023 geplante Konzert des Astor Piazzollas Quintett muss aus reisetechnischen Gründen leider entfallen.

Lysandre Donoso (FR) 
Bandoneon

Stephen Meyer (USA) 
Violine

Alejandro Schwarz (AR) 
elektrische Gitarre

Ariel Eberstein (AR) 
Kontrabass

Ivo De Greef (BE) 
Klavier

"There was a time that Rovira was more revolutionary than me"
Astor Piazzolla

Pressestimmen

«Sonico ist ein Ensemble, das aus Solisten besteht - und das hört man. Die Autonomie geht so weit, dass jeder Musiker für seinen Part seine eigene Interpretation wählt. Es gibt keine Vorgabe, in welchem Stil ein Stück gespielt werden soll. Rovira wird nicht gecovert - er wird neu erschaffen. DAs Ergebnis ist Musik von atemberaubender Intensität und Virtuosität. Der aufstieg der Gruppe war dementsprechend rasant.» 
Tangodanza (Europas grösstes Magazin für den  Tango Argentino)

«Sonico's work has not gone unnitoced in Argentina either. Sonico has been hailed by the Argentine press as ‹the saviour of tango nuevo› or avant-garde tango. The renowned music magazines Billboard and Rolling Stone consider Sonico to bee one of the ten most important tango ensembles in the world based on the first two albums and concerts in South America.»
Jazz in Europe (Niederlande)

 

Addendum

  • SONICO wurde 2015 in Brüssel (Belgien) gegründet und widmet sich der Wiederbelebung der Musik von Eduardo Rovira, einem grundlegenden Komponisten für die Entstehung des Avantgarde-Tangos. Oft fälschlicherweise als "der andere Piazzolla" bezeichnet, gelang ihm mit seinen Innovationen eine kreative Verschmelzung zwischen den populären Wurzeln des Tangos und der klassischen Musik, eine gewagte Synthese, die der Avantgarde von Buenos Aires in den sechziger Jahren ihren eigenen Stempel aufdrückte.

    In den letzten Jahren hat es eine wichtige Neubewertung von Roviras Beiträgen zum Tango gegeben. Zum ersten Mal ist es möglich, auf alle seine Aufnahmen zuzugreifen, und vor allem wurde eine große Anzahl von Originalpartituren wiedergefunden, die es erlauben, die Bedeutung von Roviras Werk zu zeigen. Zu beiden Aspekten hat das Ensemble SONICO beigetragen. Es hat nicht nur verschollene Partituren und unbearbeitete Stücke wiedergefunden, sondern auch die Musik Roviras mit erstaunlicher instrumentaler und stilistischer Perfektion interpretiert.
     

Preis: CHF 55, 45, 30 | erm. 20
Samstag, 18.03.23
20.09 Uhr, TAK

    "There was a time that Rovira was more revolutionary than me"
    Astor Piazzolla

    Pressestimmen

    «Sonico ist ein Ensemble, das aus Solisten besteht - und das hört man. Die Autonomie geht so weit, dass jeder Musiker für seinen Part seine eigene Interpretation wählt. Es gibt keine Vorgabe, in welchem Stil ein Stück gespielt werden soll. Rovira wird nicht gecovert - er wird neu erschaffen. DAs Ergebnis ist Musik von atemberaubender Intensität und Virtuosität. Der aufstieg der Gruppe war dementsprechend rasant.» 
    Tangodanza (Europas grösstes Magazin für den  Tango Argentino)

    «Sonico's work has not gone unnitoced in Argentina either. Sonico has been hailed by the Argentine press as ‹the saviour of tango nuevo› or avant-garde tango. The renowned music magazines Billboard and Rolling Stone consider Sonico to bee one of the ten most important tango ensembles in the world based on the first two albums and concerts in South America.»
    Jazz in Europe (Niederlande)

     

    Addendum

    • SONICO wurde 2015 in Brüssel (Belgien) gegründet und widmet sich der Wiederbelebung der Musik von Eduardo Rovira, einem grundlegenden Komponisten für die Entstehung des Avantgarde-Tangos. Oft fälschlicherweise als "der andere Piazzolla" bezeichnet, gelang ihm mit seinen Innovationen eine kreative Verschmelzung zwischen den populären Wurzeln des Tangos und der klassischen Musik, eine gewagte Synthese, die der Avantgarde von Buenos Aires in den sechziger Jahren ihren eigenen Stempel aufdrückte.

      In den letzten Jahren hat es eine wichtige Neubewertung von Roviras Beiträgen zum Tango gegeben. Zum ersten Mal ist es möglich, auf alle seine Aufnahmen zuzugreifen, und vor allem wurde eine große Anzahl von Originalpartituren wiedergefunden, die es erlauben, die Bedeutung von Roviras Werk zu zeigen. Zu beiden Aspekten hat das Ensemble SONICO beigetragen. Es hat nicht nur verschollene Partituren und unbearbeitete Stücke wiedergefunden, sondern auch die Musik Roviras mit erstaunlicher instrumentaler und stilistischer Perfektion interpretiert.
       

      Astor Piazzolla y Eduardo Rovira suelen ser presentados como los dos pioneros del tango de vanguardia, en busca de nuevas e innovadoras formas de expresión que pudieran atraer a un nuevo público. El año clave en la radicalización de la modernización del tango, llamado Nuevo Tango por Piazzolla y Tango Moderno por Rovira, fue 1960. El tango tradicional había cambiado drásticamente y las oportunidades internacionales no eran prometedoras. Ninguno de los músicos tenía compromisos laborales que perder; artísticamente podían correr cualquier riesgo que quisieran y así pasaron los siguientes años, construyendo un nuevo tango sobre el prestigio del anterior. Estos compositores eran ambos intelectuales empeñados en seguir trabajando en la creación de un tango que aún no existía.

      En este período, Piazzolla ya desplegaba su carácter explosivo y arrollador, mientras que Rovira era pacífico e introvertido. Ambos, por su parte, se mostraban inflexibles en la defensa de sus ideales estéticos respecto a la modernización del tango y desarrollaban los mismos conceptos tangueros, aunque Rovira seguía de cerca los pasos de Piazzolla. Tampoco volvería jamás a las formas tradicionales del tango.

      A pesar de su historia paralela en el tango de vanguardia, los dos bandoneonistas se presentaron en el mismo escenario una sola vez el 8 de marzo de 1966 en un recinto llamado Gotàn. Aunque solo se vieron una vez, Rovira admiraba a Piazzolla y así lo demostró. Piazzolla respetaba a Rovira, lo consideraba un valioso innovador y a menudo se refería a él en esos términos. ¡Ambos produjeron su mejor trabajo en la década de 1960 y esa fue la música más interesante jamás producida en Argentina!

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