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Die Arbeit der Nacht

Musikalische Lesung
mit dem TAK-Ensemble und dem Klanglabor
«Jonas ist allein. Und zwar ganz allein. Von einem Tag auf den andern gibt es niemanden mehr – ausser ihm.» Lesung aus Thomas Glavinics Roman «Die Arbeit der Nacht» mit beunruhigendem Soundtrack.

Im Roman «Die Arbeit der Nacht» von 2006 erzählt Thomas Glavinic von einem Menschen, der zwar nicht zu Hause bleiben muss – aber ganz allein auf der Welt ist.

An irgendeinem 4. Juli erwacht Protagonist Jonas und ist ganz alleine auf der Welt. Kein Fernsehen mehr, kein Computer, keine Menschen, nichts. Mutterseelenallein steht er auf dem totenstillen Heldenplatz in Wien als der letzte Mensch und frage: «Ist da noch wer?» Und mit dem Alleinsein zieht es Jonas mehr und mehr hinüber, in den nicht greifbaren und unbegreifbaren Teil seiner Existenz. Glavinic lässt Motive aus Mythen, Horrorfilmen und Actionthrillern zusammenfliessen, während sein Protagonist zunehmend zwischen Traum, Wachsein und Wahnsinn wandelt.

Das Liechtensteinische Trio Klanglabor agiert im Bereich der experimentellen Klangperformance. Der hochaktuelle, klaustrophobische, beklemmende Text erhält durch die Klangwelten des Klanglabors eine zusätzliche Dimension. Ein Buch wie gemacht für die geräuschhafte und intensive Musik des Klanglabors.

 

Das TAK startet im September mit der Eigenproduktion «Tage des Verrats». Für die Vorproben befinden sich die Schauspieler/innen bereits für eine Woche in Liechtenstein und stellen sich mit diesem Abend vor.

« ‹Die Arbeit der Nacht› reiht sich ein in die grosse Tradition österreichischer surrealer Endzeit-Literatur – von Kafka über Kubin und Lebert bis Ransmayr.»
Andreas Breitenstein, NZZ
Donnerstag, 25.06.20
18.09 Uhr, TAK

Info: Freier Eintritt: Spende
    « ‹Die Arbeit der Nacht› reiht sich ein in die grosse Tradition österreichischer surrealer Endzeit-Literatur – von Kafka über Kubin und Lebert bis Ransmayr.»
    Andreas Breitenstein, NZZ
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