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Friederike Heller

Die Regisseurin Friederike Heller ist gebürtige (West)-Berlinerin. Ihr Elternhaus war eine Welt der Musik. Sie erlernte Klavier, Saxophon und Gesang, dann erwachte die Liebe zum Theater: 1996 bis 2000 studierte sie Schauspielregie in Hamburg, u.a. bei Jürgen Flimm. Sie debütierte am Staatsschauspiel Dresden mit «Elementarteilchen» nach dem Roman von Michel Houellebecq. Seit 2003 inszenierte Friederike Heller regelmäßig am Wiener Burgtheater, etwa «Untertagblues» von Peter Handke (2004), wofür sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute zur Nachwuchsregisseurin des Jahres gewählt wurde. In den darauffolgenden Jahren arbeitete sie an verschiedenen großen Häusern u.a. in Berlin, Wien, München, Hamburg, Stuttgart sowie von 2009 bis 2013 kontinuierlich mit den Ensembles der Schaubühne am Lehniner Platz und seit 2000 mit dem des Staatsschauspiels Dresden. 2006 inszenierte Friederike Heller im Rahmen des Young Directors Project mit Handkes «Die Unvernünftigen sterben aus» (Koproduktion mit dem Burgtheater Wien) erstmals für die Salzburger Festspiele. In der Spielzeit 2009/10 war sie als geschäftsführende Dramaturgin an der Schaubühne Berlin engagiert. Im Frühjahr 2013 gastierte sie mit «Johann Holtrop». «Abriss der Gesellschaft» von Rainald Goetz am Moskauer Künstlertheater.

Im Zentrum von Friederike Hellers Arbeit stehen Melodie, Harmonie und Rhythmus von Stoffen, Texten, Stimmen und Körpern. Ihr Fokus richtet sich darauf, die Spielweisen des epischen Theaters und aktuelle Diskurse mit Humor und Verspieltheit einerseits, mit der Vermessung der inhaltlichen Abgründe der jeweiligen Werke andererseits zu verbinden. Sie widmet sich kontinuierlich feministischen Themen und solchen zur Diversität der Gesellschaft. Darüber hinaus adaptiert sie Romanstoffe, zuletzt «In seiner frühen Kindheit ein Garten» von Christoph Hein und «Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst» von Ingo Schulze (Staatsschauspiel Dresden) sowie «I love Dick» von Chris Kraus (Theater Neumarkt, Zürich).

Zu ihren jüngeren Inszenierungen zählen u.a. «Being Maria Stuart» nach Friedrich Schiller am Schauspiel Bremen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, «krise ist immer» in Koproduktion mit der Akademie der Künste Berlin und dem Brechtfestival Augsburg (beides 2018) sowie «The Writer» von Ella Hickson am Schauspiel Hannover 2019.

Regie bei der Produktion ...

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