Musik


Das Grosse Neujahrskonzert - Ins Jahr des Schweins

Klassisches Chinesisches Neujahrskonzert

Das 22. Grosse Chinesische Neujahrskonzert 2019
Das Grosse Chinesische Neujahrskonzert ist mittlerweile eines der erfolgreichsten unkonventionellen Konzertformate weltweit. Seit dem ersten Konzert im Wiener Musikverein 1998 hat das Grosse Chinesische Neujahrskonzert über 250.000 begeisterte Zuhörer angezogen. Insgesamt über 160 Konzerte wurden von Zuhörern in 20 verschiedenen Ländern, in 60 Städten und Konzerthallen bestaunt und gefeiert.

Jedes Jahr, zur Zeit des Chinesischen Frühlingsfestes, präsentiert eines der feinsten traditionellen chinesischen Orchester in den renommierten Konzerthäusern der lebendigen westlichen Metropolen eine Kostprobe der reichen heimischen Musiktradition. Von den Klängen der Pferdekopfgeige aus der Inneren Mongolei bis zu den kantonesischen Melodien der Gaohu – Zuhörer werden auf eine beeindruckende musikalische Reise durch die chinesischen Lande geschickt.

Damit das westliche Publikum ein Verständnis für chinesische Musik entwickeln kann, führt ein Moderator durch das Konzertprogramm, wobei Soloinstrumente wie die Erhu oder Pipa vorgestellt werden und die Hintergründe der Orchesterstücke oder die Bedeutung der Texte von Gesangseinlagen erläutert werden. Unter ausgezeichneten Dirigenten und versierten Musikern in traditionellen Kostümen werden sowohl traditionelle chinesische Musik als auch zeitgenössische Werke interpretiert. Interessierte Zuhörer können in neue Klangwelten eintauchen und dabei gleichzeitig ihren musikalischen Horizont erweitern.

Das Grosse Chinesische Neujahrskonzert wurde konzipiert, um den Kulturaustausch zwischen Ost und West zu bereichern und traditionelle chinesische Musik, die auf eine Geschichte von über 3.000 Jahren verweisen kann, auf die Bühnen der Welt zu bringen. Nach jährlichen Konzerttourneen seit 1998 hat das Grosse Chinesische Neujahrskonzert nicht nur eine beispielhafte musikalische Tradition entwickelt, sondern auch einen Beitrag zur Anerkennung der chinesischen Musik als essentieller Teil des globalen Musikerbes geleistet.





    
Das Suzhou Chinese Orchestra

Suzhou ist eine Stadt, die eine reiche Kultur mit einer einzigartigen Landschaft verbindet. Das „Venedig Asiens“ ist ein kulturelles Epizentrum der Jiangnan-Region, die sich unmittelbar südlich des Jangtse Flusses befindet. Gemeinsam ist den Menschen dieses Landstrichs eine Begeisterung für die Kunst und eine Wertschätzung der eigenen Traditionen, die dort ein Orchester hervorbrachten, das den traditionellen Saiten- und Holzblasinstrumente der Jiangnan-Region ein lebendiges Denkmal setzt. Das Suzhou Chinese Orchestra wurde 2017 mit Unterstützung der Suzhouer Stadtregierung und der Firma Suzhou New District Hi-Tech Industrial gegründet. Dadurch entstand ein erstklassiges, gemeinnütziges Orchester, das vor allem die musikalischen Traditionen des südlichen Chinas, die ihren Ursprung in den Instrumenten der Jiangnan-Region haben, fortführen soll.

Der renommierte Dirigent Pang Kapang, der bereits dreizehn Mal im Wiener Musikverein dirigierte, wurde zum künstlerischen Leiter und Chefdirigenten ernannt. Zhu Changyao, ein berühmter Erhu-Spieler und Komponist nimmt die Position des künstlerischen Beraters ein. Cheng Congwu, Vorsitzender des Suzhouer Literatur- und Kunstverbandes, ist als Geschäftsführers tätig. Seit dem ersten Konzert im Wiener Musikverein 1998 hat sich das Grosse Chinesische Neujahrskonzert mittlerweile zu einem der erfolgreichsten unkonventionellen Konzertformate weltweit entwickelt. Der Auftakt in das dritte Jahrzehnt der Konzerreihe in 2018 schickte die führenden traditionnellen Orchester aus China für 20 Konzerte in 10 verschiedenen Ländern, und erschloss darunter europäische Hauptstädte wie London, Paris, Brüssel, Berlin und Budapest.

Nun steht die 22.Tournee des Große Chinesischen Neujahrskonzerts in ihren Startlöchern, um im kommenden Jahr das chinesische Sternzeichen des Schweins zu feiern. Damit das westliche Publikum ein Verständnis für chinesische Musik entwickeln kann, führt ein Moderator durch das Konzertprogramm, wobei Soloinstrumente wie die Erhu oder Pipa vorgestellt werden und die Hintergründe der Orchesterstücke oder die Bedeutung der Texte von Gesangseinlagen erläutert werden. Unter ausgezeichneten Dirigenten und versierten Musikern in traditionellen Kostümen werden sowohl traditionelle chinesische Musik als auch zeitgenössische Werke interpretiert. Interessierte Zuhörer können in neue Klangwelten eintauchen und dabei gleichzeitig ihren musikalischen Horizont erweitern. 

Künstlerischer Leiter & Chefdirigent
Pang Kapang    

Pang Kapang ist ein erstklassiger Dirigent, Sonderstipendiat des chinesischen Staatsrats, Vorstandsmitglied der Chinesischen Musikervereinigung und der Chinesischen Orchestergesellschaft. Das „nationale Ausnahmetalent“ Pang Kapang ist künstlerischer Leiter und Chefdirigent des China Broadcasting Chinese Orchestra, des Macao Chinese Orchestra (2003-2016) und war Gastdirigent beim Nationalen Sinfonieorchester der Ukraine,  Mozarteumorchesters Salzburg, Grazer Philharmonischen Orchester, Busan Philharmonic Orchestra, Südkorea, und beim Tschechischen Nationalen Symphonieorchester. Seit Juni 2017 ist er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Suzhou Chinese Orchestra.  

1992 schloss Pang Kapang das Studium im Fach Dirigieren am Central Conservatory of Music in Peking mit dem Master-Diplom ab. 1996 wurde ihm als ersten asiatischen Dirigenten der Preis der 35. Kirill Kondraschin Meisterklasse verliehen. 1997 schloss er die Internationale Meisterklasse für Dirigenten in Kiew als Klassenbester ab. 1998 wurde er Chefdirigent des China Broadcasting Chinese Orchestra. Er sprach sich vehement für eine Verknüpfung von traditioneller und zeitgenössischer chinesischer Orchestermusik aus und verstand es, sie mit der westlichen Musik in Einklang zu bringen. Unter seiner Führung begann das Orchester vor Energie zu strotzen. 2003 wurde er mit der „Goldenen Schallplatte für Dirigenten“ ausgezeichnet und war 2004 in den „Top 10 der herausragenden jungen Persönlichkeiten Chinas“ vertreten.    

Mit großem Erfolg dirigierte Pang Kapang im Jahre 2000 „Das Grosse Chinesische Neujahrskonzert“ im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. 13 Jahre lang dirigierte er weltbekannte Orchester im Musikverein und leistete so einen unschätzbaren Beitrag dazu, die chinesische Musik in der Welt bekannt zu machen. Er tourte mit chinesischen Orchestern in der Schweiz, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus wurde er als Gastdirigent von Orchestern in Japan, Nordkorea, Südkorea, Singapur, Hongkong, Macau, Tschechien, der Ukraine und Österreich eingeladen. Der österreichische „Kurier“ verglich seinen Dirigierstil mit Seiji Ozawa und Riccardo Muti. Kritiker beschrieben seine Musik als „voller Vitalität und Leidenschaft“, seine Handbewegungen als „schnell und graziös“ und seinen Stil als „weltweit einzigartig.  

2013 ging Pang Kapang an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, deren Dirigentenausbildung im Bereich europäische Oper weltberühmt ist. 2015 erhielt er das Diplom im Opern-Dirigat, Professor Konrad Leitner lobte: „Herr Pang Kapang hat aussergewöhnliche Fähigkeiten, ein vorzügliches, feines Gespür für Musik, das ihm hilft, die Kunst des Dirigierens zu perfektionieren.“   Pang Kapang ist sowohl in der chinesischen als auch in der westlichen Kultur bewandert. Aktiv treibt er die Erforschung und Entwicklung einer chinesischen symphonischen Musik an. Er ist mit „magischen Taktstöcken gesegnet, welche die ganze Bühne in ihren Bann ziehen.“ Als künstlerischer Leiter und Chefdirigent ist er „erfüllt von musikalischem Talent“ und bekannt als „genialer Dirigent.“ Ausserdem ist er direkt an der Entstehung einer originär chinesischen Opern- und Orchestertradition beteiligt. Viel Lob erhielt er für die musikalische Leitung von „Die Wildnis“ beim ersten chinesischen Opernfestival und von „La Traviata“ beim zweiten chinesischen Opernfestival. 
Im Orchester sind zurzeit über 90 Musiker angestellt. Das Ensemble setzt sich aus erfahrenen Musikern von nationalem und internationalem Renommee sowie aus Top-Absolventen von zehn Konservatorien zusammen, darunter das Central Conservatory of Music, das China Conservatory of Music und das Shanghai Conservatory of Music. Bereits für die Spielzeit 2018 konnten einige der berühmtesten Komponisten Chinas gewonnen werden, um Auftragskompositionen für das Suzhou Chinese Orchestra zu erarbeiten, darunter Zhao Jiping, Liu Xijin, Li Binyang, Liu Changyuan, Hao Weiya, Zhang Zhao und Wang Danhong. Zu diesen 2018 mit grossem Erfolg uraufgeführten Werken zählen „Die Feng-Symphonie“, „Ya und Song“, „Eindrücke von Suzhou“, „Die Ahornbrücke im Regen“, „Schlendern in Suzhou“, „Reisenotizen aus Suzhou“, „Die Fantasie von Gan Jiang und Mo Ye“ und „Die vier Jahreszeiten“. Das Repertoire des Orchesters besteht aus einer Reihe von Klassikern, Adaptionen traditioneller Stücke, Stücken mit landesweiten und regionalen Stilen, Werken mit östlichen und westlichen Motiven und aus Neukompositionen, die das Orchester in Auftrag gegeben hat.

Das Suzhou Chinese Orchestra hat sich der Verbreitung traditioneller chinesischer Musik verschrieben und möchte sich durch exzellente Leistungen auf diesem Gebiet hervortun. Auf das Erbe der traditionellen Musik aus Suzhou und der gesamten Jiangnan-Region bauend unterstützt, entdeckt und erfindet das Orchester die musikalischen Spielformen seiner Heimatregion neu. Es trägt aktiv zum Kulturaustausch bei, indem es an internationalen und nationalen Wettbewerben traditioneller Musik teilnimmt und bedeutende Gastspiele gibt.

Seit seiner Gründung hat das Suzhou Chinese Orchestra nicht nur vielseitige Konzerte gegeben und eine viel beachtete erste Spielzeit gestaltet, sondern ist auch seinem sozialen Auftrag mit Auftritten in kleinerem Rahmen und gemeinnützigen Arbeiten nachgekommen. So geht es seinen Weg zwischen der Funktion als soziales Bindeglied seiner Heimatregion und den Realitäten des internationalen Konzertbetriebs. Getreu dem Motto „von Menschen für Menschen“ bespielt das Orchester grosse, mittlere und kleine Säle. Diese breit gefächerten Darbietungsformen sollen die Schönheit traditioneller chinesischer Musik in den Universitäten, den Fabriken und im öffentlichen Raum zugänglich machen – sie soll dort wurzeln, spriessen und blühen, nicht nur in der Wirkung nach Aussen, sondern auch in der Arbeit an den eigenen musikalischen Fertigkeiten im Orchester, dem beharrlichen Streben nach Verbesserung.

Im Mai 2018 war das Suzhou Chinese Orchestra das einzige Orchester traditioneller chinesischer Musik, das zum Beijing Modern Music Festival eingeladen wurde. Zu diesem Anlass trat es in der Pekinger Konzerthalle auf, wo es das Stück „Chang Ges Weg“ für traditionelle Saiten- und Holzblasinstrumente zur Aufführung brachte. Diese Aufführung erhielt grosses Lob weit über musikalische Fachkreise und China hinaus. Das Stück nimmt das Erbe traditioneller chinesischer Kultur zur Grundlage und verbindet es so mit zeitgenössischen und internationalen musikalischen Formen, dass ein neuer Suzhou-Stil entsteht, der die Atmosphäre der modernen Jiangnan-Region einfängt. Das Orchester wird weiterhin die besten Musiker, Dirigenten und Komponisten zur Zusammenarbeit einladen, um die Essenz der traditionellen chinesischen Musikkultur zu erforschen, zu präsentieren und sie durch regen Austausch im In- und Ausland in die Zukunft zu tragen. Das Suzhou Chinese Orchestra soll so zu einem international bekannten Orchester erster Klasse werden.


Termine


Eintritt: CHF 50, erm. 25