Kabarett / Comedy


Florian Schroeder «Ausnahmezustand»

Politisches Kabarett

Foto: FrankEidel
Sein Parforce-Ritt durch den weltpolitischen Irrsinn, gesellschaftliche Wirrungen und gruselige Zukunftsszenarien löst hier Lachsalven aus und lässt dort das Lachen im Halse steckenbleiben. Richtig gutes Kabarett eben!
In Zeiten ansteigender Hysterie stellt Florian Schroeder die Fragen, auf die es heute wirklich ankommt: Wie kommt das Böse in die Welt? Oder war es schon immer da? Und wie kriegen wir es da wieder raus? Wie nahe Gut und Böse, Liebe und Hass, Freund und Feind beieinander liegen weiß jeder, der einmal morgens um sieben am Straßenverkehr teilgenommen hat.

Ist Folter in Ordnung, solange es die Richtigen trifft? Kann ein selbstfahrendes Auto eine moralische Entscheidung treffen? Wer entscheidet, ob ein Mensch Psychopath oder Millionär wird? Oder ist das vielleicht am Ende dasselbe? Wir wollten sein wie Gott und jetzt haben wir den Salat. Aber mit veganem Dressing! Florian Schroeder spannt in seinem neuen Programm den Bogen von großer Weltpolitik bis zur Kücheninsel am Prenzlauer Berg. Warum der böse Egoismus gut ist, wieso wir alle Betrüger sind und warum Kontrolle gut, Vertrauen aber viel besser ist.

Erleben Sie einen Abend im Ausnahmezustand: Alles ist erlaubt! Politisch, philosophisch, anarchisch. Als Kabarettzuschauer gehören Sie sowieso zu den Guten: Sie sind schön, gebildet und immer auf der richtigen Seite. Damit sind Sie in diesem Programm goldrichtig! Erwarten Sie alles, aber keine einfachen Antworten. Schließlich steckt der Teufel im Detail.

Und nur im Kabarett gilt: Erst wenn es richtig böse ist, ist es wirklich gut.


Frankfurter Rundschau:
"Florian Schroeder macht es sichtlich Spaß, positive Selbstgewissheiten zu zerstören. Ja, er kritisiert, aber vor allem provoziert er, ob mit Politikersprüchen oder dämlichen Schlagertexten von Helene Fischer und Co, die er dem Publikum untertitelt vorführt. Und er findet dabei eine Form, die mit dem altbackenen Kabarett kaum noch etwas zu tun hat, obschon er das selten gewordene Instrument der Parodie höchst wirksam einsetzt.
Schroeder verunsichert, raunt am Ende gar, das Böse als solches gebe es gar nicht. Das sei nur ein Begriff für Ereignisse, für die „wir keine Erklärung haben“. Was die Zuhörer ratlos und wiederum mit einem faustischen Satz zurücklässt: „Da steh‘ ich nun, ich armer Tor ...“ Zumindest aber sind sie glänzend unterhalten worden."

Termine



CHF 40, 35, erm. 15