Schauspiel


Identität Europa

Uraufführung

Eine Koproduktion von TAK Theater Liechtenstein, Deutsches Nationaltheater Weimar, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Foto: Ilja Mess

Texte von: Daniel Batliner (Liechtenstein), Clàudia Cedó (Spanien), Vedrana Klepica (Kroatien), Guy Helminger (Luxemburg), Dirk Laucke (Deutschland), Rebecca C. Schnyder (Schweiz), Csaba Székely (Rumänien), Andra Teede (Estland) – Deutsch von Kerstin Daiber und Miriam Denger


Ein Regisseur bekommt kurz vor einer Premiere einen Anruf, in dem ein Schauspieler seine Rolle zurückgibt; ein weisser Darsteller könne heute keine schwarze Figur mehr spielen. Warum Minderheiten in der Gesellschaft nicht abgebildet werden, wird er gefragt. Eine Frau weist einen Heiratsantrag zurück, sie sei die Falsche für ein Leben in engen dörflichen Lebensstrukturen, die Lebensperspektiven hätten sich verändert. Ein Familienvater erzählt seinem Sohn, der einen Aufsatz über die DDR schreiben muss, vom Leben im früheren Ostdeutschland, von Wertschätzung und Repression, von Solidarität und Miteinander. Eine junge rumänische Frau bekennt sich zu ihren ungarischen Wurzeln und verlässt ihre Familie. Ausserdem hadert Helvetia mit ihrem Hochzeitstermin und Europa erwacht verkatert nach einer langen Zeit des Feierns und stellt fest, dass alle ihre Liebhaber verschwunden sind und nur ihren Müll zurückgelassen haben.

Acht Autorinnen und Autoren aus acht europäischen Ländern schreiben Texte über Europa heute. Welchen Blick werfen Künstlerinnen und Künstler auf den Kontinent? Welche Perspektiven entstehen aus ihren Texten? Ausgehend von der Frage nach der Existenz einer europäischen Identität und dem subjektiven Blick der Dramatiker auf das Leben auf dem Kontinent entsteht in einer internationalen Koproduktion aus drei Theatern ein Parforceritt durch Europa – von Nord nach Süd, von Ost nach West, von innerhalb nach ausserhalb der EU. Die Fragen nach dem Stand der Emanzipation, nach dem Umgang mit und der gesellschaftlichen Einbindung von Minderheiten, nach dem politischen Stillstand, dem Umgang mit Geschichte und dem Verhalten von Staaten zueinander werden in den Texten aufgeworfen und mit kraftvollen Figuren auf die Bühne gebracht.

Die Inszenierung entsteht in gemeinsamer Konzeption von Bühnenkünstler/innen aller drei beteiligten Länder. Aus Liechtenstein sind die Schauspieler Thomas Beck und Christiani Wetter zu sehen, die die in New York lebende liechtensteinische Regisseurin Katrin Hilbe inszenieren wird. Ihnen zur Seite stehen Rafael David Kohn, Regisseur aus Luxemburg und Krunoslav Šebrek und Katharina Hackhausen aus dem Ensemble des Deutschen Nationaltheaters Weimar.


Weitere Vorstellungen im Deutschen Nationaltheater Weimar, im Théâtre des Capucins in Luxemburg und auf dem Prager Theaterfestival deutscher Sprache.
Regie: Katrin Hilbe, Rafael David Kohn
Ausstattung: Alexander Grüner
Dramaturgie: Beate Seidel, Jan Sellke

Mit: Thomas Beck, Katharina Hackhausen, Krunoslav Šebrek, Christiani Wetter 

Termine



Einführung um 18:50 Uhr




Einführung um 18:50 Uhr

Donnerstag 07.05.20
20.00 Uhr - Les Théâtres de la Ville
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Freitag 08.05.20
20.00 Uhr - Les Théâtres de la Ville
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CHF 45, 40, erm. 10

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