Schauspiel


Hermann und Dorothea

Johann Wolfgang von Goethe

Burgtheater Wien

Foto: Reinhard Werner

Ein Kleinstadtidyll, plötzlich konfrontiert mit einem Weltereignis: ein unübersehbarer Zug von Vertriebenen, flüchtend vor den Revolutionskriegen, Hilfe und Unterkunft suchend. Die Bewohner der Kleinstadt helfen – doch meist mit Verzichtbarem und Entbehrlichem. Furcht und Sorge fressen sich in die christlichen Seelen. Unter den Flüchtlingen trifft Hermann, der Sohn eines Wirtes, auf Dorothea. Eine schicksalhafte Begegnung, die den jungen Mann bis in sein Innerstes verwandelt. Aber seine Heiratspläne stossen beim Vater auf erbitterten Widerstand. Die Mutter vermittelt, und Erkundigungen über die Emigrantin bringen Gewissheit über ihren makellosen Ruf und ihre besondere Tapferkeit, doch das hoffnungsvolle Glück mit Hermann bleibt ambivalent – in einer Zeit, in welcher auch «dem endlich gelandeten Schiffer der sicherste Grund des festesten Bodens zu schwanken» scheint.

Wie Homer in seinen grossen Epen, bedient sich Goethe in «Hermann und Dorothea» – unter den Zeitgenossen von gleicher Popularität wie sein «Werther» – des Hexameters, um die bildmächtige Handlung beinahe musikalisch voranzutreiben. Sein «Epos in neun Gesängen» zählt zu den ganz grossen Liebesgeschichten der Literatur. In einer Zeit, in der freie Partnerwahl alles andere als selbstverständlich war, lehnen sich die Protagonisten gegen Konventionen, Standesgrenzen und Vorurteile auf im Versuch, ihren eigenen, persönlichen Aufbruch Wirklichkeit werden zu lassen.
Regie: Alfred Kirchner
Raum: Jura Gröschl

Mit: Maria Happel, Martin Schwab
Fotos: Reinhard Werner
«Keine Frage: Genau so muss Goethe heute.» Kurier

Termine


Einführung um 19:30 Uhr

Einführung um 19:30 Uhr

CHF 45, 40, erm. 10

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Dauer: 1h 45m, keine Pause