Musik


Martin Stadtfeld und The Trondheim Soloists

TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte

Foto: Marco Borggreve

Programm:
Wilhelm Friedemann Bach – Sinfonie in F-Dur
Johann Sebastian Bach – Klavierkonzert in d-Moll
Johann Sebastian Bach –Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur
Johann Christian Bach – Klavierkonzert Nr. 6 in f-Moll

Wenn sich ein Pianist nach Glenn Gould einen Namen als führender Bach-Interpret gemacht hat, dann ist es der deutsche Pianist Martin Stadtfeld. Bereits mit sechzehn Jahren lernte er in kürzester Zeit Bachs furchterregend schwierige Goldbergvariationen auswendig und beschloss, mit diesem Werk auf dem CD-Markt zu debütieren. Das Vorhaben wurde von Erfolg gekrönt, und es folgten nicht weniger als vier ECHO Klassik Preise für seine Bach-Einspielungen, von weiteren Auszeichnungen ganz zu schweigen.

Wieso sei gerade Bach sein Favorit, wurde er einmal gefragt. Bach sei für ihn nach wie vor die tröstlichste Musik, die er kenne. Bach verstehe den Menschen in seinem Glück, seiner Trauer, seinen Wünschen, seinen Enttäuschungen. Er habe alles erlebt, erfühlt, und daraus eine Musik gemacht, die uns an die Hand nimmt.

Besonders spannend an diesem Programm ist die Gegenüberstellung der Werke von Vater Bach zu zweien seiner Söhne: Mit seinem ältesten Sohn, Wilhelm Friedemann, verband ihn eine besonders enge Beziehung, und offenbar entwickelte Wilhelm Friedemann an der Orgel ähnlich geniale Improvisationskünste wie sein berühmter Vater. 25 Jahre später als Friedemann kam Johann Christian Bach zur Welt. Er reüssierte als einziger der Söhne auch mit Opern und schuf sich ab den 1760er Jahren in London ein ausgezeichnetes Renommee als Konzertpianist, Pädagoge und Komponist. Nicht zu überhören ist sein Einfluss auf den jungen Mozart, dessen frühen Klavierkonzerte denen des«Londoner Bachs» zum Verwechseln ähnlich sind.

Das dritte Brandenburgische Konzert schliesslich ist ein ewiger Klassiker und begeistert mit seiner pulsierenden Vitalität und satztechnischen Raffinesse bis heute Pianisten wie Martin Stadtfeld, der den Inspirationsfunken auch auf das Publikum zu übertragen versteht.

Leidenschaft. Perfektion. Pure Intensität. Mit diesen Prinzipien erobert sich das Kammerorchester The Trondheim Soloists sein eigenes musikalisches Territorium. Das Orchesterwurde vor zwanzig Jahren gegründet, giltheute als eines der renommiertesten norwegischen Ensembles und hat sich durch seinen unverkennbar offenen und klaren Orchesterklang, den die britische Musikzeitschrift Classic FM als den Trondheim Sound beschrieb, international etabliert.

Termine


KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr.

CHF 90, 75, 50, erm. 15