Kinder / Jugend


Die goldene Gans

Märchen von Peter Brasch nach den Brüdern Grimm

Figurentheater Chemnitz

Fotos: Dieter Wuschanski

Zwei Erzähler und nur eine Geschichte? Das gibt Streit, denn was der eine nicht weiss, weiss der andere garantiert besser. Die Zuschauer sitzen mit an der grossen Tafel, wenn im Wettkampf das Märchen erobert wird: von dem jüngsten Sohn, der alles anders macht als seine Brüder, weil er doch der dumme ist und sogar eine Prinzessin zum Lachen bringt, obwohl er das niemals vorhatte.

Vor Jahren lebte ein Junge, den jedermann für dumm hielt und der deswegen schlecht behandelt wurde. Eines Tages wurde er in den Wald geschickt. Da traf er ein altes Männlein, das um Brot bat. Der Junge teilte sein Weniges mit ihm. Darüber war der Alte, in Wahrheit ein Zauberer, so erfreut, dass er ihm ein wunderbares Geschenk machte: eine goldene Gans mit eingebauter Diebstahlsicherung. Jedermann, der sie berührte, klebte an ihr fest. Der Junge bedankte sich und zog mit seiner Gans in die weite Welt hinaus. Einmal übernachtete er in einem Gasthof, dessen Wirt drei sehr neugierige Töchter hatte. In der Nacht schlichen sie auf leisen Sohlen zur Gans und versuchten, eine goldene Feder zu stehlen. Wie gross aber war ihr Schreck, als sie nacheinander an der Gans festklebten! Fortan mussten sie dem Jungen und seiner Gans überallhin folgen. Und so erging es jedem, der es danach versuchen sollte, ob Pfarrer, Bauer oder Musiker. Mit seiner kunterbunten Schar gelangte der Junge schließlich an einen Königshof, wo eine sehr traurige Prinzessin lebte. In seiner Not hatte der König demjenigen ihre Hand versprochen, der sie zum Lachen brächte. Wie musste die Prinzessin auflachen, als sie den verrückten Haufen sah! Der König hätte jetzt sein Versprechen einlösen müssen, aber er weigerte sich. Stattdessen stellte er dem Jungen drei unglaublich schwierige Aufgaben …
Regie: Ines Heinrich-Frank, Ausstattung: Robert Voss, Dramaturgie: René Schmidt
Mit: Tobias Eisenkrämer, Mona Krueger
«Die sehr jungen Zuschauer finden es witzig, wenn eine Brotdose voller Gummibärchen steckt, verfolgen wie gebannt, wenn die an der goldenen Gans hängende gierige ‚Klebegesellschaft‘ durch die Landschaft zieht, und zeigen sich ganz entzückt von dem traumhaft schönen Sternenhimmel, unter dem sich die einst traurige Prinzessin und der für dumm gehaltene Junge als glückliches Paar finden. Die Liebe ist der Gewinner des Stücks. Und das ist doch die Hauptsache. Oder?» Freie Presse, Chemnitz

Termine








CHF 20, erm. 10,
Kindergärten, Schulen CHF 8

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Alter: 4+
Dauer: 50min