Schauspiel


Transit

Anna Seghers

Deutsches Theater Berlin


Marseille im Sommer 1940: Am Rande des Kontinents stauen sich die Flüchtlingsströme. Tausende suchen einen Weg hinaus aus Europa, hetzen nach Visa und Transits und hoffen verzweifelt eine der wenigen Passagen nach Übersee zu ergattern. Unter ihnen ein junger Deutscher: Aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen und ausgestattet mit falschen Papieren strandet auch er in der überfüllten Hafenstadt. Hier verliebt er sich in Marie. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, einem Schriftsteller namens Weidel, von dem sie beim Einmarsch der Deutschen in Paris getrennt wurde.  

Eindrücklich schildert Anna Seghers das Chaos, das Warten, die Hoffnung und die Verzweiflung der Flüchtenden – den menschenunwürdigen Transitzustand, der auch heute für Millionen von Menschen bittere Realität ist.
Die biographischen Erlebnisse der grossen deutschen Autorin Anna Seghers, die selbst vor den Nazis aus dem besetzten Paris zunächst nach Südfrankreich floh und dann nach Übersee emigrierte, bilden den Hintergrund ihres Romans «Transit». Sie kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland zurück und lebte fortan in der damaligen DDR. Am bekanntesten wurde ihr Roman «Das siebte Kreuz», der 1944 in den USA von Fred Zinnemann verfilmt wurde.

«Auf berührende und – ja – spannende Weise wird Anna Seghers’ Roman «Transit» in dieser Inszenierung lebendig. Der Text berauscht und überwältigt.» Theaterkritiken Berlin

«Dieses Buch ist in Marseille entstanden, in den erwähnten Cafés, wahrscheinlich sogar, wenn ich zu lange warten musste, in Wartezimmern auf Konsulaten, dann auf Schiffen, auch interniert auf Inseln, in Ellis Island in den USA, der Schluss in Mexiko.» (Anna Seghers)
Regie: Alexander Riemenschneider
Ausstattung: Katharina Kownatzki
Musik: Tobias Vethake
 Dramaturgie: Meike Schmitz

 Mit: Thorsten Hierse, Wiebke Mollenhauer
 Live-Musik: Tobias Vethake

Termine


Einführung um 19:30 Uhr

Einführung um 19:30 Uhr

CHF 45, 40, erm. 10

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Dauer: 1h 30m