Schauspiel


Endspiel

Samuel Beckett

Burgtheater Wien


Mit vier Bühnenstars des Wiener Burgtheaters hat Dieter Dorn Samuel Becketts unverwechselbaren Klassiker des absurden Theaters für die Salzburger Festspiele 2016 und das Burgtheater inszeniert.
Es ist eines der berühmtesten Bühnenpaare der Theatergeschichte: Schon zu Beginn verkündet Clov mit tonloser Stimme dem blinden und bewegungsunfähigen Hamm: «Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.» Trotzdem machen beide weiter und spielen nach genau festgelegten Regeln ihr ritualisiertes Spiel. Konkrete Erinnerungen an Vergangenes mischen sich mit aktuellen Sticheleien der in Hass und Liebe verbundenen Figuren. Sie sind gefangen in einer mythischen Ordnung, aus der es für sie kein Entrinnen gibt. An diesem «absurden Theater» ist nichts absurd, aber alles menschlich.  

Beckett spielt in seinem Stück mit den Figuren wie auf einem Schachbrett einer apokalyptischen Welt die Dialektik von Herr und Knecht durch. Es ist ein Kampf um Liebe, um Berührung, Macht und die eigene Identität. Vielleicht ist es das Ende, vielleicht aber auch nur ein Spiel. Die Welt ausserhalb scheint tot, aber solange gespielt wird auf der Bühne, im Theater und im Leben, solange muss gelebt werden – wenn man nicht so stoisch wie folgenlos das Leben selbst als Sterben bezeichnet. Beckett treibt mit Entsetzen Scherz und ist als genuiner Clown ernst zu nehmen, ohne dass die Unterscheidung von Ernst und Spass noch alten Begriffen folgte.  

«Mindestens so gut wie im französischen Original sitzt dem Stück die deutsche Sprache. Überhaupt sitzt hier alles. Großer Applaus.»
Der Standard  

«So schön kann einem die Unmöglichkeit des Lebens begegnen.»
Kronen Zeitung
Regie: Dieter Dorn
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Hans-Joachim Ruckhäberle

Mit: Joachim Bißmeier, Michael Maertens, Nicholas Ofczarek, Barbara Petritsch

Termine


Einführung um 19:30 Uhr

Einführung um 19:30 Uhr

CHF 45, 40, erm. 10

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Dauer: 2h 15m , keine Pause