Musik


Lise de la Salle, Simon Gaudenz und die Jenaer Philharmoniker

TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte

Foto: Stéphane Gallois

Programm:
George Enescu – Rumänische Rhapsodie Nr. 1
Sergej Rachmaninov – Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43
Charles Villiers Stanford – Irish Rhapsody Nr. 1
George Gershwin – Rhapsody in Blue

Die junge französische Pianistin Lise de la Salle gehört seit längerem zu den international gefragtesten Konzertpianistinnen. Kritiker bescheinigen ihr ein «aussergewöhnliches Talent». Und tatsächlich ist ihre technische Brillanz, ihre tiefsinnige Poesie und ihre fast schon magische Bühnenpräsenz kaum zu überbieten.  

Lise de la Salle wuchs in Paris in einer musikbegeisterten Familie auf und wusste schon mit vier Jahren, dass sie Konzertpianistin werden wollte, mit 14 Jahren veröffentlichte sie ihre erste CD mit Werken von Liszt und Rachmaninov. Im Umgang höflich und bescheiden, entfacht sie auf der Bühne ein musikalisches Feuerwerk. Sie liebt es, auf dem Podium zu sein, es sei eine Art Magie, findet de la Salle. «Ich habe natürlich eine Interpretation im Kopf. Aber dann versuche ich, meinen Kopf leer zu machen und zu spielen, als würde ich das Stück gerade erst entdecken. Das ist sehr spannend.»  

Sie pflegt ein breites Repertoire und findet oft überraschende Kombinationen, die den Rahmen eines gewöhnlichen Konzertprogrammes sprengen. So interpretiert de la Salle in diesem Konzert zwei absolute Meisterwerke für Klavier und Orchester, die beide in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts komponiert worden sind: George Gershwins legendäre «Rhapsody in Blue», welche die Grenzen der Klassischen Musik sprengt und effektvoll Elemente des Jazz und des Klezmer zu einem neuen, zukunftsweisenden Musikstil kombiniert.  
Ein Jahrzehnt später als Gershwin, 1934, schrieb Sergej Rachmaninov im Schweizer Exil am Vierwaldstättersee seine Rhapsodie über ein Thema von Paganini und erwies damit dem «Teufelsgeiger», wie zuvor Franz Liszt oder Johannes Brahms, seine Reverenz. Das Klavierkonzert wurde in wenigen Wochen komponiert und ist Rachmaninovs letzter grosser Geniestreich: Die ganze Virtuosenkunst der Romantik, gepaart mit geradezu «diabolischer» Imaginationskraft, blüht hier ein letztes Mal in der Musikgeschichte auf.  

Die Jenaer Philharmoniker sind eines der führenden Orchester Deutschlands und begeistern regelmässig durch grosse Originalität in der Programmgestaltung. Auch der junge Dirigent Simon Gaudenz verfolgt eine atemberaubende Karriere, erntete zahlreiche Preise und Auszeichnungen und steht seit 2018 als Generalmusikdirektor am Pult der Jenaer Philharmoniker.
Lise de la Salle Klavier
Simon Gaudenz Leitung
Jenaer Philharmoniker

Termine


KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr.
NEU: Last-Minute-Tickets (CHF 10) für alle Ermässigungsberechtigten ab 30 min. vor Konzertbeginn.

CHF 90, 75, 50, erm. 20 (*10)

Dauer: 1 h 30 min inkl. Pause