Aleksey Igudesman: Violine, Schauspiel, Moderation
Hyung-ki Joo: Klavier, Schauspiel, Moderation
ALEKSEY IGUDESMAN
Aleksey Igudesman wurde in sehr frühen Jahren in Leningrad geboren. Er hatte nie einen Wettbewerb gewonnen, hauptsächlich deshalb, weil er bei keinem angetreten war. Während seines Studiums an der renommierten Yehudi Menuhin Schule las er die gesamten Bühnenwerke von Bernhard Shaw, Oscar Wilde und Anton Tschechow, was sein Geigenspiel nicht verbesserte, ihm aber das Gefühl gab, anderen intellektuell weniger gebildeten aber mehr übenden Kollegen überlegen zu sein.
Nach dem Studium bei Professor Boris Kuschnir am Konservatorium in Wien und dem Zureden von vielen Personen, dass sie sich große Sorgen um seine Zukunft machen würden, begann er eine erfolgreiche Karriere mit seinem Trio “Triology” und nahm mehrere CDs für BMG auf. Er arbeitete mehrfach mit berühmten und anderen weniger berühmten aber genauso talentierten Menschen zusammen.
Aleksey komponiert viel Musik. Oft geht er komponierend ins Bett und wacht komponierend auf. Er ist sich manchmal etwas unsicher über seine Musik, obwohl sie von der Universal Edition verlegt wird, und er versucht dies damit zu kompensieren, dass er recht extrovertiert rüberkommt. Sein Psychiater sagt, dass Aleksey eine unsichere Person sei. Aleksey ist sich dessen aber nicht sicher.
In der Menuhin Schule traf er seinen “IGUDESMAN & JOO” Partner, Hyung-ki Joo. Nach einigen anfänglichen Differenzen, bei denen mehrere Personen die beiden davon abhalten mussten, sich gegenseitig mit Stühlen und Notenpulten die Köpfe einzuschlagen, bot Joo ihm eine Portion “Fish and Chips” an, welches er nicht abzuschlagen vermochte. Dies wiederum führte zu einer jahrelangen Zusammenarbeit, die in “A Little Nightmare Music” kulminierte, einer Show, die sie auf der ganzen Welt aufführen und Menschen zum Lachen bringen.
Nachdem Gidon Kremer sie mehrmals gehört hatte, wollte er auch an dem Spaß teilhaben. Nach einer Weile folgten weitere renommierte E-Musiker, die auch was zu lachen haben wollten, aber das ist wieder eine andere Geschichte…
Aleksey Igudesman spielt auf einer Santo Serafin aus dem Jahre 1717, zur Verfügung gestellt von der ERSTEBANK.
HYUNG-KI JOO
Hyung-ki Joo wurde geboren. Er ist Brite, aber schaut koreanisch aus, oder anders rum - oder beides. Schon beim Windeln wechseln zeigte er die ersten Anzeichen von komödiantischem Talent und bald danach auch seine Liebe zur Musik, als seine Eltern ihn beim Durchstöbern von Plattenläden erwischten, wo er pausenlos Musik von Mozart bis zu den Bee Gees hörte. – (Obwohl man die beiden Stilrichtungen schwer verwechseln kann, singt Hyung-ki immer noch öfters “Don Giovanni” im Stil von Barry Gibb.)
Im Alter von achteinhalb Jahren fing er an Klavierstunden zu nehmen und schon zwei Jahre später wurde er an der Yehudi Menuhin Schule aufgenommen. Dort fand er sich zwischen Genies und Wunderkindern wieder und war sich ziemlich sicher, dass er rausgeworfen wird. Geworfen wurde er, aber nicht hinaus, sondern von einem Teil seines Übungszimmers zum anderen - und zwar von Lehrern sowie auch von Schulkollegen wie Aleksey Igudesman.
Nach diesen schmerzhaften Erfahrungen erfand Joo eine neuartige Spielweise am Klavier, von ihm “Karate Piano” benannt. Obwohl seine Kindheitsjahre schwierig erschienen, bekräftigte das erst recht seine Liebe zur Musik.
Dennoch bemerkte er bald, dass die Welt der klassischen Musik heute mit dem Geist, in dem sie erschaffen wurde, nur wenig zu tun hat. So fing Hyung-ki an davon zu träumen, die klassische Musik an ein breiteres und neues Publikum heranzubringen, ein Traum, den er durch die Show “A Little Nightmare Music” verwirklichen kann.