Schauspiel


"Kunst"

Komödie von Yasmina Reza

TAK-Eigenproduktion


Serge, Marc und Yvan sind Freunde, gute Freunde. Serge ist lange geschieden, Yvan steckt mitten in vertrackten Hochzeitsvorbereitungen und Marc wird von seiner Freundin eher als Patient denn als Partner behandelt. Aber auf die Freundschaft der drei ist Verlass. Doch nun hat sich Serge für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weisse Streifen auf weissem Untergrund. Dieses Bild und der Streit darüber werden das Leben der Freunde und ihre Beziehung zueinander grundlegend verändern. Marc versteht nicht, warum Serge so viel Geld für «diese weisse Scheisse» ausgegeben hat, und zweifelt am Verstand des Freundes. Yvan, der Problemen lieber aus dem Weg geht, versucht halbherzig zu vermitteln, doch seine Gelassenheit wirkt auf die Freunde wie Gleichgültigkeit. Von Wort zu Wort, von Pointe zu Pointe, von Boshaftigkeit zu Boshaftigkeit gerät die Freundschaft der drei mehr und mehr ins Wanken.

Rezas Komödie ist nicht nur eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von (Männer-) Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. Psychologisch fein gezeichnet stellt Yasmina Reza die drei Männer, ihre Gefühle, ihr Wertvorstellungen und ihre Definition von Freundschaft auf die Probe. Das weisse Bild in «Kunst» ist auch ein Lackmustest, der drei Lebensentwürfe zu einer Positionsbestimmung  und  zur Auseinandersetzung mit den Wertvorstellungen der anderen zwingt.

Yasmina Reza
Yasmina Reza wurde in Frankreich als Kind ungarischer und iranischer Eltern geboren. Die 1994 in Paris uraufgeführte  Komödie  «Kunst» machte Yasmina Reza zu einer der weltweit meistgespielten Dramatikerinnen. Stücke wie «Kunst», «Drei mal Leben» und «Der Gott des Gemetzels» begründeten Rezas Ruf als Autorin, die die Leichtigkeit des Boulevards mit beissender Gesellschaftskritik zu verbinden vermag. Oder wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung urteilte: Yasmina Reza schreibe «so leichte Komödien, dass man gar nicht merkt, wie schwer sie sind. Und wie sie die Welt verändern».  

Tim Kramer
Tim Kramer ist Schauspieler und Regisseur. Seine Ausbildung erhielt er an der John-Cranko-Schule Stuttgart sowie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Engagements als Schauspieler führten ihn fortan unter anderem an das Burgtheater Wien, zu den Salzburger Festspielen, an das Pfalztheater Kaiserslautern, das Volkstheater Wien und an das dortige Schauspielhaus. Eigene Inszenierungen brachte er u. a. am Pfalztheater, am Theater St.Pölten, am Volkstheater Wien, am Stadttheater Klagenfurt, am Landestheater Salzburg sowie am Theater St. Gallen zur Aufführung. Tim Kramer hatte sechs Jahre einen Lehrauftrag am Max-Reinhardt-Seminar und war drei Jahre Leiter der Schauspielabteilung am Konservatorium Wien. Von 2007 bis 2016 war er Schauspieldirektor am Theater St. Gallen.
Regie: Tim Kramer
Ausstattung: Christine Bertl
Mit: Thomas Beck, Fritz Hammel, Matthias Rott