Musik


Nelson Freire, Hugh Wolff und das Belgian National Orchestra

TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte


Julia Adolphe – «Dark sand, sifting light»
Ludwig van Beethoven – Klavierkonzert Nr. 4 in G-Dur op. 58
Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 7 in A-Dur op. 92

Der brasilianische Pianist Nelson Freire bekam bereits im Alter von 3 Jahren Klavierunterricht, mit 5 Jahren, 1949, gab er sein Bühnendebüt. Als Startschuss seiner Pianistenlaufbahn gilt sein Erfolg beim internationalen Klavierwettbewerb in Rio de Janeiro 1957, wo er mit einem Klavierkonzert von Beethoven die Jury überzeugte. Sein Studium absolvierte Freire daraufhin beim legendären Wiener Klavierpädagogen Bruno Seidlhofer, der auch Friedrich Gulda und Alfred Brendel unterrichtete.  

Die internationale Karriere begann kurz darauf, mit Konzerten und Recitals in den wichtigsten Häusern Europas, Amerikas, Südamerikas und Asiens. Weitere Preise, wie die Dinu Lipatti Medaille in London und der erste Platz beim internationalen Vianna da Motta Wettbewerb in Lissabon (beide 1964) folgten.   Nelson Freire spielte mit nahezu allen grossen Orchestern und den bedeutendsten Dirigenten wie Eugen Jochum, Kurt Masur oder Pierre Boulez. Mit der argentinischen Pianistin Martha Argerich verband ihn eine langjährige kammermusikalische Zusammenarbeit.  

Das Belgische Nationalorchester hat sich als modernes Orchester einen Namen ge macht, das seinem Publikum nicht nur einen frischen Blick auf das klassische Repertoire bietet, sondern auch mit neuen Ansätzen zu überraschen weiss. Es sucht gezielt die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, welche neue Musik komponieren, die das Publikum nicht nur intellektuell, sondern auch emotional zu begeistern vermag. Das Orchester ist überzeugt, das die Kombination klassischer Meisterwerke mit brillanten Kompositionen unserer Zeit eine Zukunft im europäischen Kulturleben hat.  

Anfangs erklingt das luzide, feingliedrige Klanggemälde «Dark sand, sifting light» der jungen amerikanischen Komponistin Julia Adolphe. Sie studierte Komposition an der University of Southern California. Das Werk wurde 2014 von den New Yorker Philharmonikern aufgeführt und war derart erfolgreich bei Presse und Publikum, dass Adolphe gleich einen weiteren Kompositionsauftrag dieses renommierten Orchesters bekam.

Inniger, poetischer und ergreifender kann Musik nicht erfunden werden, wie sie in Beethovens viertem Klavierkonzert erklingt. Das Konzert ist von einer lyrischen Grundstimmung durchwoben und wird durch das heroische fünfte Klavierkonzert, welches ja auch in dieser Saison in den TAK Vaduzer Weltklassik Konzerten erklingt, wunderbar ergänzt. Beethoven komponierte mehrere solche janusköpfige «Werkgeschwister», beispielsweise die dramatische fünfte Sinfonie, die gleichzeitig mit der «Pastoralen Sinfonie« entstanden ist. Auch die siebte und achte Sinfonie sind so ein Paar, das sich komplementär ergänzt: Ist die achte die abgeklärte, klassische Sinfonie, welche Mozart die Referenz erweist, sprengt die berühmtere siebte in dionysischem Rausch die Grenzen der Wiener Klassik.
Nelson Freire Klavier
Hugh Wolff Leitung
Belgian National Orchestra

Termine


KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr.
NEU: Last-Minute-Tickets (CHF 10) für alle Ermässigungsberechtigten ab 30 min. vor Konzertbeginn.

CHF 90, 75, 50, erm. 20 (*10)

Dauer: 1 h 45 min, inkl. Pause