Musik


Stiller Has

«Pfadfinder»

Abschiedskonzert

Foto: Remo Fröhlicher

Sein Hans im Glück hat Depressionen, Bambi fährt auf Sadomaso ab, und selbst der Teufel muss zur Therapie. Natürlich macht ihn Tischleindeckdich krank, und das Schlaraffenland gibt es nur mit Magenband, aber an «Märli» will Endo Anaconda trotzdem glauben. Und nebenbei unsere kleine Welt sezieren, auf der Suche nach dem letzten Paradies, «wo’s nid so yklemmt isch wie hie».

Bittersüss sind die Mundart-Verse, in denen Endo Anaconda der Gesellschaft ganz in Tradition der Brüder Grimm seinen Zerrspiegel vorhält. Erzählen mit düsterer Wucht, aber auch mit Selbstironie und nuancierter Poesie vom Leben in einer komplizierten Welt, handeln von den Facetten des Lebens, die er samt ihren Schattenseiten nicht nur aus Büchern kennt.

Wie die Neue Zürcher Zeitung einmal schrieb, «Endo Anaconda beschreibt und besingt die Befindlichkeit in der Schweiz wie niemand sonst». Mag die Realität hart und desillusionierend sein, der venusbergerfahrene Troubadour bleibt unbeugsam: «Man muss glauben, dass es etwas Gutes im Menschen gibt. Man muss.», und pocht bar jeder Ironie auf das Argument des Herzens: «Die Liebe ist der einzige Ausweg».

Mit vielen Preisen dekoriert hat sich Stiller Has längst zur legendären Rock-, Blues- und Vieles-Mehr-Band entwickelt. Statt auf musikalische und elektronische Spielereien setzen Stiller Has auf gekonnt gespielte Musik. Sie trägt auf kongeniale Weise Anacondas aufmüpfige, wortgewaltige und raffinierte Songs. Authentisch singt Endo über das Leben und die Steine, die es einem in den Weg legt.

 

Endo Anaconda – Stimme & Texte 

Boris Klečić - Akustische & Elektrische Gitarren, Mandoline, Banjo, Bass 

Roman Wyss - Klavier, Orgel, Posaune 

Bruno Dietrich - Schlagzeug, Perkussion, Bass, Handorgel, Ukulele, Klavier, Orgel 

Termine



CHF 45, 38, erm. 20