Tanz


Tanzfestival TanzPlanOst 2016

Vier Tanzstücke an einem Abend

Erster Abend

 

  • BufoMakmal„ALL.ES“
  • PAUSE
  • PanoramaDanceTheater„HOPE“
  • Mir-­Jam„LayerbyLayer‐intothevague“
  • PAUSE
  • SimonMayer„SunBengSitting“


Bereits zum vierten Mal findet von August bis November das Tanzfestival TanzPlan Ost statt. An sieben Wochenenden, auf diversen Bühnen der Ostschweiz und des Fürstentum Liechtenstein, erwartet das Publikum ein vielfältiges und inhaltlich spannendes Festivalprogramm. Junge Choreografinnen und Choreografen und international etablierte Positionen wechseln sich ab.
Unter der neuen Leitung der Choreografin Simone Truong treibt TanzPlan Ost künstlerische Entwicklungen, Austausch und die Vernetzung der freien Tanzszene weiter voran. Damit wird das Festival einmal mehr dem Anspruch gerecht, substanziell den Tanz in der Region Ostschweiz und Liechtenstein zu unterstützen und neue Impulse zu setzen.  

Das Festival geht der Frage nach, was wir heute als lokal oder regional erachten und welchen Wert das Lokale für uns besitzt. 

Die einzelnen Tanzstücke:

Bufo Makmal: "ALL.ES"

Das junge Choreografinnen- und Tänzerinnenkollektiv Bufo Makmal zeigte in der Vergangenheit spannende und sinnliche Aufführungen, die in der Schweiz für einige Aufmerksamkeit sorgten. Die vier Frauen erarbeiteten das Stück ALL.ES in einem gemeinsamen demokratischen Prozess. Ihre Köper vereinigen sich zu skulpturalen Gebilden, um anschliessend wieder in Einzelteile zu verfallen. In dieser Muskelarbeit entsteht ein Sog, der das Publikum buchstäblich ins Stück hineinzieht.

Mit ALL.ES tasten sich Bufo Makmal an die Existenz heran, was das Individuum in einer Gemeinschaft ausmacht, wie Ein- und Abgrenzungen zu neuen Identitäten führen. Letztlich stellt sich heraus, dass es keine feststehenden Identitäten gibt, sondern diese stets fliessend zu definieren sind.

Choreografie: Stefanie Fischer, Zoe Gyssler, Margarita Kennedy, Clea Onori

Tanz:  Margarita Kennedy, Clea Onori, Rosie Terry, Stefanie Fischer/Zoe Gyssler

Musik: Christian Fischer (Tim und Puma Mimi)

Outside Eye: Edan Gorlicki; Visuals: Lukas Pulver; Licht: Michael Eigenmann; Kostüm: Romy Springsguth; Dramaturgie: Yves Regenass; Produktion: Pascal Moor; Fotos: Susana Bruell, Matthias Wäckerlin

 

Panorama Dance Theater: "HOPE"

Das Panorama Dance Theater besteht aus dem Tänzer Tobias Spori und der Kulturwissenschaftlerin Ann Katrin Cooper. Sie reflektieren in ihrem Stück HOPE die Situation des Individuums in der Gegenwart, in der sich Krisen in der Politik, Wirtschaft und Konflikten unendlich aneinanderreihen.

Krisen sind Wendepunkte, die sich durch eine Anspannung und der Lösung ebendieser Spannungen auszeichnen. Tobias Sporis Tanz stellt diese Wendepunkte in den Fokus: Starke Anspannungen des Körpers werden gefolgt von Löseprozessen der Muskeln, um danach in Ruhephasen zu verfallen. Inspiriert durch Krumping, einem Freestyle-Tanz, entsteht eine äusserst ästhetische und kraftvolle Bewegungssprache, die als Folie für die gesellschaftspolitische Gegenwart gelesen werden kann.

Idee, Konzept: Ann Katrin Cooper, Tobias Spori

Choreografie: Tobias Spori, Ann Katrin Cooper

Tanz: Tobias Spori

Video: Kristian Breitenbach; Licht: Ueli Riegg; Produktionsleitung: Ann Katrin Cooper

 

 

Mir-Jam: "Layer by Layer - into the vague"

Die Thurgauer Choreografin Mirjam Bührer erweitert die Bewegungsprinzipien des postmodernen Tanzes. Mit dem Medienkünstler Simón Schwarz entwirft die Tänzerin in Layer by Layer - into the vague eine Landschaft aus Licht und Musik, in der sie tänzerisch agiert.

Das Duo vermischt subtil Ton, Musik, Licht, Körper und Tanz, sodass Graubereiche entstehen, in denen sich neue Formen erkennen lassen. Diese Andeutungen und Vagheit etablieren eine neue Zeitlichkeit, die dem Publikum Raum gibt für eigene Ausschweifungen.

Regie, Konzept: Simón Schwarz, Mirjam Bührer

Choreografie: Mirjam Bührer

Performance: Mirjam Bührer, Simón Schwarz

Video, Sound, Licht: Simón Schwarz; Dramaturgie: Carmen Pfammatter; Ausstattung: Yvette Morkos

 

 

Simon Mayer: "SunBengSitting"

Der österreichische Bauernbursch Simon Mayer ist ein Multitalent. Er spielt verschiedene Musikinstrumente und tanzt. Sein Interesse gilt insbesondere alpinen Volkstänzen und deren Musik. SunBengSitting –  Sunbeng ist oberösterreichischer Dialekt und gleichbedeutend mit der Bank in der Sonne vor dem Bauernhof – verhandelt die Fragen, die im Spannungsfeld von Stadt und Land, Heimat und Fremde, Schubladendenken und künstlerischer Freiheit entstehen.

Simon Mayers Beitrag soll offen legen, mit welchen Rückgriffen man sich auf Lokalität beziehen kann und wie diese auch anders interpretiert werden könnten.

Performance, Choreografie, Musik: Simon Mayer

Ton und Live-Loop: Pascal Holper; Licht: Lucas Gruber, Hannes Ruschbaschan; Produktion: Sophie Schmeiser; Künstlerische Beratung: Frans Poelstra

 


 
 
 

Termine




Dauer: Veranstaltungsende ca. 22.45 Uhr