Schauspiel, Talks / Literatur


Gilgamesh

Szenische Lesung nach Raoul Schrott

Eine Produktion des TAK Theater Liechtenstein


Das Gilgamesch-Epos ist eine der ältesten überlieferten Dichtungen der Menschheit. Die Version auf elf Tontafeln aus der Bibliothek des assyrischen Königs Assurbanipal stammt mindestens aus dem 18. Jahrhundert v. Chr., wahrscheinlich stammt die Erzählung aber aus dem 24. Jahrhundert v. Chr. Das Epos berichtet von Gilgamesch, dem mächtigen König von Uruk. Mit göttlichen Kräften ausgestattet, herrscht er über die Welt. Gemeinsam mit seinem Freund Enkidu besteht er eine Vielzahl von Gefahren und Proben, bis Enkidu von einem Stier getötet wird. Die Erkenntnis der Sterblichkeit verändert Gilgamesch grundlegend. Er sucht in der Fremde nach dem Geheimnis des Lebens und erkennt letztlich, dass er durch eine weise und gute Herrschaft als König einen unsterblichen Namen erwerben kann.

Das Gilgamesch-Epos ist eine Erzählung im ursprünglichsten Sinn. Erlebnisse werden geschildert, Erfahrungen in Worte gefasst, Sehnsüchte, Freude, Glück, Schmerz und Trauer geschildert und so dauerhaft konserviert. In diesem Text wurden vor Jahrtausenden existentielle Erfahrungen des Menschen verdichtet – Schöpfung und Tod, Freundschaft und Feindschaft, Hochmut und Versagen, Demut und Überheblichkeit.

Gastspiel in Berlin
Die Stiftung Preussischer Kulturbesitz, der Dachverband aller staatlichen Museen auf der Berliner Museumsinsel, hat die TAK-Eigenproduktion „Gilgamesh“ zu einer Aufführung ins Neue Museum eingeladen.

Die Aufführung findet am 29. April 2017 um 20 Uhr im Neuen Museum Berlin statt.
Karten sind erhältlich im Shop des Neuen Museums Berlin

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