[Abo Schauspiel]
Schauspielhaus Zürich
Regie: Sebastian Nübling
Bühne und Kostüme: Muriel Gerstner
Musik: Lars Wittershagen
Mit: Michael Neuenschwander, Julia Kreusch, Franziska Machens, Ludwig Boettger, Gottfried Breitfuss, Nicolas Rosat, Patrick Güldenberg, Victor Calero, Tim Porath, Matthias Bundschuh, Niklas Kohrt, Sean McDonagh, Judith Cuenod
Bühne und Kostüme: Muriel Gerstner
Musik: Lars Wittershagen
Mit: Michael Neuenschwander, Julia Kreusch, Franziska Machens, Ludwig Boettger, Gottfried Breitfuss, Nicolas Rosat, Patrick Güldenberg, Victor Calero, Tim Porath, Matthias Bundschuh, Niklas Kohrt, Sean McDonagh, Judith Cuenod
Theater am Kirchplatz
Reberastrasse 10/12
9494 Schaan
Liechtenstein
Vorverkauf
Tel. 00423 237 59 69
Fax 00423 237 59 61
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
9 bis 12.30 Uhr und
14 bis 17 Uhr
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Liechtenstein
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9 bis 12.30 Uhr und
14 bis 17 Uhr
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Der Revisor
Komödie von Nikolaj Gogol
Die Amtsinhaber einer Stadt befinden sich in Aufruhr, weil die Ankunft eines Revisors gemeldet worden ist. Die Panik ist durchaus gerechtfertigt, denn die Ämter werden von einem korrupten Filz bestimmt: Bestechungen und die Veruntreuung von Geldern stehen auf der Tagesordnung, der Zustand der öffentlichen Einrichtungen ist desaströs. In der um sich greifenden Hysterie wird der Revisor sofort in einem durchreisenden Fremden identifiziert, den man mit allen Mitteln für sich einzunehmen versucht.
Nikolaj Gogol (1809–1852) hat mit seinem „Revisor“ (1836) ein grelles und überaus komisches Stück über korrupte Strukturen und die ihnen zugehörigen menschlichen Deformationen geschrieben: Eine Welt, die von Heuchelei und Denunziantentum bestimmt wird, von Rücksichtslosigkeit, Gier und Allmachtsfantasien. Von dem Bewusstsein der eigenen Verfehlungen getrieben, verlieren sich die Stadtbewohner mit der Meldung von der Revision in einen paranoiden Alptraum, in dem ein atemloses Vertuschungsmanöver das andere jagt. Aber auch der vermeintliche Revisor gerät in den Strudel der Projektionen und beginnt mehr und mehr mit dem Bild, das seine Umgebung von ihm entwirft, zu verschmelzen.
Der russische Schriftsteller Nikolaj Gogol (1809–1852) gilt als Meister der Groteske. Bekannt für seine Arabesken, wie «Die Nase» oder «Der Mantel», zeichnet er auch in «Der Revisor» eine alptraumhaft-komische, verzerrte Welt und gestaltet damit nicht nur das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung und Schmiergeldaffären an der Tagesordnung sind, sondern leuchtet auch die Ängste aus, die auf dem Nährboden des schlechten Gewissens gedeihen. Dabei wird «Der Revisor» zur Erkundung einer Gesellschaft, die vom Verlust des Gemeinsinns gezeichnet ist.
Sebastian Nübling, geboren 1960, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. In den letzten Jahren inszenierte Nübling an den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen, vorrangig am Theater Basel, an der Berliner Schaubühne, an den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Schauspielhaus Zürich und für die Ruhr Triennale.
Seine Arbeiten, die meist zusammen mit der Bühnenbildnerin Muriel Gerstner und dem Musiker Lars Wittershagen entstehen, zeichnen sich durch eine starke Körperregie aus, dabei entwickelt er für jedes Stück eine neue Theatersprache. «Mich interessiert, was mit Menschen in Zeiten des Übergangs geschieht. Was sie antreibt und wie sie körperlich und sprachlich explodieren, wenn das System, in dem sie bisher funktionierten, plötzlich ausser Kraft gesetzt ist.»
Nikolaj Gogol (1809–1852) hat mit seinem „Revisor“ (1836) ein grelles und überaus komisches Stück über korrupte Strukturen und die ihnen zugehörigen menschlichen Deformationen geschrieben: Eine Welt, die von Heuchelei und Denunziantentum bestimmt wird, von Rücksichtslosigkeit, Gier und Allmachtsfantasien. Von dem Bewusstsein der eigenen Verfehlungen getrieben, verlieren sich die Stadtbewohner mit der Meldung von der Revision in einen paranoiden Alptraum, in dem ein atemloses Vertuschungsmanöver das andere jagt. Aber auch der vermeintliche Revisor gerät in den Strudel der Projektionen und beginnt mehr und mehr mit dem Bild, das seine Umgebung von ihm entwirft, zu verschmelzen.
Der russische Schriftsteller Nikolaj Gogol (1809–1852) gilt als Meister der Groteske. Bekannt für seine Arabesken, wie «Die Nase» oder «Der Mantel», zeichnet er auch in «Der Revisor» eine alptraumhaft-komische, verzerrte Welt und gestaltet damit nicht nur das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung und Schmiergeldaffären an der Tagesordnung sind, sondern leuchtet auch die Ängste aus, die auf dem Nährboden des schlechten Gewissens gedeihen. Dabei wird «Der Revisor» zur Erkundung einer Gesellschaft, die vom Verlust des Gemeinsinns gezeichnet ist.
Sebastian Nübling, geboren 1960, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. In den letzten Jahren inszenierte Nübling an den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen, vorrangig am Theater Basel, an der Berliner Schaubühne, an den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Schauspielhaus Zürich und für die Ruhr Triennale.
Seine Arbeiten, die meist zusammen mit der Bühnenbildnerin Muriel Gerstner und dem Musiker Lars Wittershagen entstehen, zeichnen sich durch eine starke Körperregie aus, dabei entwickelt er für jedes Stück eine neue Theatersprache. «Mich interessiert, was mit Menschen in Zeiten des Übergangs geschieht. Was sie antreibt und wie sie körperlich und sprachlich explodieren, wenn das System, in dem sie bisher funktionierten, plötzlich ausser Kraft gesetzt ist.»
Sebastian Nübling wurde 2002 von der Zeitschrift «Theater heute» als Nachwuchsregisseur des Jahres ausgezeichnet. Seine Inszenierungen werden regelmässig zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2002: John Gabriel Borkmann, 2004: Wilde oder der Mann mit den traurigen Augen, 2006: Dunkel lockende Welt, 2007: Dido und Aeneas, 2008: Pornographie. Für «Dido und Aeneas» erhielt er auch den 3sat-Preis für eine «zukunftsweisende Leistung».
Einer der schönsten, der ergreifendsten Abende der letzten zehn Jahre. Wer Augen hat zu sehen, Ohren zu hören und ein Herz zu fühlen, der sehe, höre, fühle.
(NZZ zur Inszenierung von «Dido und Aeneas»)
(NZZ zur Inszenierung von «Dido und Aeneas»)